Städte klimatisieren - KlimaPhalt

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Städte klimatisieren
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Städte durch Straßenbau klimatisieren
Straßenbau zur Verminderung der städtischen Wärmeinseln (Hotspots)
Gemeinsam dem Klimawandel begegnen

Empirische maximale Wärmeintensität UHI
- thermische Verschmutzung
Temperatur der Stadt steigt mit der Größe
Schwarze und versiegelte Flächen belasten Mensch, Tier und Natur.

Was können wir tun ?

Städte naturnahe umbauen :






den natürlichen Kreislauf wiederherstellen.


-Von der Eiszeit in die Warmzeit
Dem Klimawandel begegnen.
Der Höhepunkt der letzten (kleinen) Eiszeit fand um 1750 statt. Eine Eiszeit definiert sich indem es im Winter mehr friert als im Sommer auftaut. Bei einer Warmzeit ist es umgekehrt. Zwischen 1300 und 1900 n. Chr. herrschten insgesamt kühlere Umweltbedingungen. Unsere Eltern und Großeltern berichteten über den zugefrorenen Main auf dem auch Volksfeste stattfanden. Am 19.03.1962 konnten die Bürger auf dem Main Schlittschuh fahren. Auch der Bodensee war zugefroren.
Heizen war aufwendig und teuer. Obwohl das Dämmen mit Lehm, Stroh, Heu, Gräser und Holz seit der Bronzezeit bekannt war, setzte der Mensch um seine Häuser auf halbwegs angenehme Temperaturen zu bringen lange Zeit eher aufs Heizen als aufs Dämmen. Sowohl die vorindustriellen Dämmstoffe aus der Natur als auch die ersten Produkte aus der Fabrik kamen zunächst nur spärlich zum Einsatz – erst die Ölkrise von 1973 brachte den Durchbruch.
Die Verwendung von dunklen und Wärme speichernden Materialien machte das Leben wärmer und erträglicher.
Der Übergang zwischen der Eiszeit und der Warmzeit erfolgte langsam aber stetig.
Nun verhalten wir uns so, als müssten wir trotz moderner Dämmstoffe die Wärme der Sonne halten. Wir bauen "schwarze" Straßen und "schwarze" Dächer, die die Sonnenstrahlen größtenteils in Wärme umwandeln. An einem wolkenlosen Tag werden nur 10% der Sonnenstrahlen reflektiert, 90 % in Wärme umgewandelt. Dies heizt die Städte unnötig auf. Während München und Berlin schon 10 Grad Celsius wärmer sind wie das umgebene Land, sind dies in Frankfurt 7,7 Grad Celsius und in Offenbach 6,2 Grad Celsius. Der zunehmende Einsatz von Klimaanlagen trägt zur thermischen Verschmutzung bei.
Um dem Klimawandel zu begegnen, müssen wir zunächst heller bauen. Bei den Straßen gilt es sich an der Natur zu orientieren und maximal, ähnlich wie bei einem unbestellten Feld oder einem Sandstrand 30 % der Sonnenstrahlen zu reflektieren. Eine höhere Reflektion würde zu Sonnenbrand bei den Benutzern führen. Diese Vorgehensweise führt zu einer Oberflächenabkühlung und einer geringeren Aufheizung und Wärmeabstrahlung in der Nacht. Dies sind dann bis zu 300 Watt/m², 200 Watt/m² weniger im Vergleich zu "schwarzem"Asphalt. Bei Bitumen gedeckten Flächdächern kann mit deutlich höherer Rückstrahlung gearbeitet werden, da sich auf Dächern in der Regel keine Menschen aufhalten. Rückstrahlwerte von 60-80%, ähnlich wie bei einem verschmutzten Schnee sind möglich. Auf Dächern wären dies dann bis zu 800 Watt/m², selbst an tief mit Wolken behangenen Wintertagen 40 Watt/m² Rückstrahlung, die nicht in Wärme umgewandelt wird. Im Vergleich: Der anthropogene Treibhauseffekt beträgt ca. 3 Watt/m². Die gute Nachricht ist: Wir können durch intelligentes Bauen einiges an Erderwärmung kompensieren.
Ein zweites Problem ist der zunehmende Flächenverbrauch der Siedlungs- und Verkehrsflächen. So werden alleine in Deutschland pro Sekunde 9,95 m² Fläche von Wäldern oder Feldern verbraucht, wovon ca. die Hälfte versiegelt werden.
 
(https://www.dr-frank-schroeter.de/Bodenverbrauch/Aktueller_Stand.htm ; TU-Braunschweig)
 
Dies entspricht einer Fläche von 86 ha (860.000m²) an einem Tag. (Stand 2017). Im Jahr sind dies 31.390 ha oder 313.900.000 m²). Etwa die Hälfte dieser zusätzlichen Siedlungs-und Verkehrsflächen werden versiegelt. Im Unterschied zu Wäldern oder Feldern, bei denen 50-70% des Regenwassers wieder verdunstet und der Rest die Grundwasserspeicher füllt, wird bei versiegelten Flächen das Regenwasser über die Flüsse in das Meer abgeleitet. Diese Vorgehensweise führt zu Hochwasser, obwohl immer mehr in teure Regenrückhaltung investiert wird.
 
-Wolkenbildung
 
65 % der Wasserverdunstung findet über dem Meer statt. Das über Land abgeregnete Wasser verdunstet zum großen Teil wieder um in einer Entfernung von 50-70 km wieder abzuregnen. Bei der Verdunstung entsteht Luftfeuchtigkeit, die die Luft reinigt und sich an Aerosole bindet. Durch diese Tropfenbildung entstehen Wolken, die die Erde beschatten und kühlen. Wolken reduzieren bis zu 50% der Sonnenstrahlung oder bis zu 500 Watt/m2.
 
Wenn versiegelte Flächen die Jahresdurchschnittsmenge von 730 Liter/m² Regenwasser (2019) über die Flüsse In das Meer ableiten, wird die Wassermenge, die normalerweise verdunsten oder das Grundwasser füllen würde, über die zusätzlich jährlich versiegelten Flächen um ca. 230.000.000 m³
 
reduziert. Da wir meist Westwind in Deutschland haben, wird es Richtung Osten verlaufend zunehmend trockener mit einer Zunahme von Waldbränden und Vertrocknung der landwirtschaftlich genutzten Flächen.      
-Ausblick
 
Wenn wir erkannt haben, dass der Klimawandel von der (kleinen) Eiszeit zur Warmzeit in vollem Gange ist, so können wir vieles tun um uns dieser Tatsache anzupassen. Es ist unzureichend Steuern zu erheben, es müssen Taten folgen. Die Wissenschaft und die Politik sind gefordert sich den Problematiken zu stellen um das Leben trotz der Erwärmung unserer Erde lebenswert zu erhalten.
   
Wer nicht mit der Zeit geht – geht mit der Zeit. (Schiller)

Asphaltbau und Mischwerke GmbH  Sprendlinger Landstraße 193-195  63069 Offenbach

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